Weitere Informationen erhalten Sie unter

 

http://www.gemuenden-wohra.de/

Geschichte der Stadt Gemünden (Wohra)

Gemünden (Wohra)

Die Stadt Gemünden (Wohra), umgeben vom Kellerwald und Burgwald, hat als Folge der Gebietsreform in den Jahren 1972/74 und den damit verbundenen Zusammenschluss mit sechs ehemals selbstständigen Orten der näheren Umgebung heute rund 4.500 Einwohner, davon etwa 3.300 in der Kernstadt.

Gemünden soll entstanden sein aus 7 Dörfern: „Holzbach, Giebelingsbach, Burghardshausen, Ernstdorf, Steigershausen, Osterbach und Katzbach“.

Die ersten urkundlichen Nennungen noch unter der Bezeichnung „Zegemunde“ stammen aus den Jahren 750 - 779. Die zweite urkundliche Erwähnung ist 1223 zu verzeichnen. Im Jahre 1253 wird Gemünden erstmals als Stadt erwähnt.
In dieser Zeit gehörte Gemünden dem Grafen von Ziegenhain. Diese Zugehörigkeit kommt auch in dem Stadtwappen zum Ausdruck. In einem weißen Feld ist ein rotbewehrter schwarzer Hahn mit Ziegenkopf dargestellt. Unter den Flügeln des Wappentieres sind zwei sechsstrahlige Sterne angebracht.

1450 fällt Gemünden an Hessen, nachdem das Ziegenhainer Geschlecht ausgestorben ist.

Im 16. Jahrhundert hat die Stadt einen größeren Wohlstand (1523 wird ein großer Brunnen gebaut, 1541 wird die Schule errichtet, 1564 wird ein Rathaus auf dem Marktplatz gebaut, 1587 wird die erste Wasserleitung aus Holzrohren gebaut).

Die Kriegsjahre im 17. und 18. Jahrhundert zerstören nicht nur das aufkommende kulturelle Leben, sondern fordern schwere Opfer. Die Pest rafft 2/3 der Bevölkerung dahin. Der 30jährige und der 7jährige Krieg fordern von den Bürgern das Äußerste durch Einquartierung und finanzielle Leistungen.

Von 1909 - 1914 wird die Eisenbahn gebaut, der Wasserleitungszweckverband gegründet (Gemünden erhält eine neue modernere Wasserversorgung) und eine neue Schule entsteht.

Eine Sehenswürdigkeit aus vorreformatorischer Zeit ist die Evangelische Stadtkirche. Im frühen 19. Jahrhundert wurde das Schiff der Kirche im Stil eines klassizistischen Hallenbaus, der die gotischen Spitzbogenfenster beibehalten hat, umgebaut. Der spitze Turm der Kirche, weithin sichtbares Wahrzeichen der Wohrastadt, trägt einen der höchsten beschieferten Turmhelme Deutschlands. Orgelkenner bewundern die spätbarocke Östreich-Orgel mit dem prächtig vergoldeten siebentürmigen Prospekt (Pfeifengehäuse).

Zurzeit wird die Kirche und Orgel umfassend saniert. Einzelheiten können Sie auf der Homepage des Fördervereins

Innensanierung Evangelische Kirche unter www.foerderverein-ev-kirche-gemuenden.de erfahren.

Im Altstadtkern begegnen wir Zeugen der historischen Vergangenheit auf Schritt und Tritt. Leider mussten zahlreiche alte Fachwerkhäuser abgerissen werden. Ein Stück mittelalterlichen Wehrwillens ist der Stadt mit dem „Hexenturm“ und einem kleinen Stück „Stadtmauer“ erhalten geblieben. Außerdem wurden zahlreiche Häuser im Rahmen der Dorferneuerung wieder restauriert. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes entstand allmählich wieder ein Stadtkern im historischen Stil.

Aus dem einstmals verträumten „Ackerstädtchen“ hat sich nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ein lebhaftes Unterzentrum entwickelt.

Kleinindustrie, Gewerbe, Handwerk und Handel prägen das heutige Bild.

In den Jahren 1972 bis 1974 wurden im Rahmen der kommunalen Gebietsreform die ehemals selbstständigen Gemeinden Grüsen, Schiffelbach, Sehlen, Lehnhausen, Herbelhausen und Ellnrode eingemeindet.
Die Einwohnerzahl stieg auf 4.445 (Stand: 15.09.2006).

Im Rahmen der Dorferneuerung konnte in den 80-iger Jahren das Stadtbild der Kernstadt entscheidend verbessert werden.

In Schiffelbach wurde die Dorferneuerung in 2002 erfolgreich beendet. In Grüsen und Sehlen steht sie kurz vor dem Abschluss (2007).

Vielfältige Freizeit- und Kulturangebote bietet die Stadt Gemünden mit ihren Stadtteilen.

 

(Quelle:

Geschichte der Stadt Gemünden/Wohra, Else Wissenbach, "Vom Dorf zur Stadt")